Klimafreundlicher und wiederverwendbar
Massgefertigter Beton aus dem 3D-DruckerEin europäisches Forschungsteam mit Beteiligung der Empa entwickelt Betonbauteile, die per 3D-Druck entstehen, wiederverwendbar sind und weniger CO₂ verursachen. Ziel ist ein stabiler, filigraner Baustoff mit reduziertem Materialeinsatz.
Im Projekt CARBCOMN setzen Forschende auf digitale Fertigung, alternative Bindemittel und optimierte Formen. Statt Zement wird etwa Stahlschlacke verwendet. Die Bauteile sollen sich nach der Nutzung demontieren und erneut einsetzen lassen.
Stabilität durch Form
Der Beton besteht aus Industrieabfällen und wird schichtweise gedruckt. Die Strukturen sind so gestaltet, dass sie vor allem Druck aufnehmen. Dadurch braucht es weniger Material und kaum Stahlbewehrung. Hohlräume werden gezielt eingeplant, um Gewicht zu sparen.
Gezielter Einsatz von Stahl
Stahl wird nur dort eingesetzt, wo nötig. Formgedächtnislegierungen ziehen sich beim Erhitzen zusammen und verstärken Bauteile nachträglich. Sie lassen sich später wieder trennen, was die Wiederverwendung erleichtert.
CO₂ bindet beim Aushärten
Nach dem Druck härtet der Beton in einer CO₂-Umgebung aus, was zusätzlich CO₂ bindet. Parallel entstehen digitale Werkzeuge für Planung und Fertigung. Bis 2028 soll ein erstes 3D-gedrucktes Gebäudemodul entstehen.